Montag, 24. März 2014

[Rezi] Janet Clark - Singe, fliege, Vöglein, stirb

Inhalt
Letzte Woche hatte ich noch ein Leben. Einen Job. Einen Freund.
Vor fünf Minuten hatte ich zumindest Hoffnung.
Jetzt habe ich nur noch Angst.

Seit Ina die Leiche einer getöteten Mitschülerin gefunden hat, läuft ihr Leben mehr und mehr aus dem Ruder. Weil sie ihren Freund Aaron, der wegen der Tat befragt wird, vehement gegen die Anschuldigungen verteidigt, zieht ein riesiger Shitstorm über sie und ihre Familie hinweg. Dann wird sie plötzlich selbst des Mordes verdächtigt. Und zu allem Überfluss taucht wie aus dem Nichts ein Freund von früher auf, der eine alte Schuld einfordert. Bald versinkt Ina in einem Netz aus Lügen und kann niemandem mehr trauen – nicht einmal Aaron.

Erster Satz
"Letzte Woche hatte ich noch ein Leben."

Gestaltung
Näheres zur Gestaltung von "Singe, fliege, Vöglein, stirb", findest du im Blogtour-Beitrag dazu.

Meine Meinung
Singe, fliege, Vöglein, stirb war mein erstes Buch von Janet Clark. Die Thematik sprach mich schon sehr an, obwohl Shitstorms und negative Aspekte des Internets und sozialer Netzwerke in den letzten Jahren regelrecht ausgequetscht wurden.
Die Charaktere sind gut gestaltet, allerdings wurde ich weder mit Aaron noch mit Janosch warm. Auch wirkten mir einige Situationen als einfach zu abwegig um wahr zu sein. Trotzdem ließ sich das Buch aufgrund seiner Struktur (siehe dazu Beitrag zur Gestaltung) gut lesen und war sprachlich einfach zu verstehen. Dennoch waren Handlungen und Vermutungen oft vorhersehbar, was für mich die Spannung etwas linderte. Denn, so meine Erfahrung, wer offensichtlich verdächtigt wird, ist selten der Täter. So war mir recht schnell klar, wer der wahre Täter sein musste, was die Person auch am Ende war. Insgesamt baute zwar alles auf dem Shitstorm auf, doch leider wurde er irgendwann hinten runter fallen gelassen und nur gegen Ende nochmal herausgekramt. Wichtiger für die Autorin schien allerdings das Thema Tierschutz zu sein, welches allein durch die Charaktere Lennia und Janosch betont und nochmal durch Inas Job im Tierheim herausgestellt wurde. Damit hatte ich nach dem Klappentext nicht gerechnet und wohl, persönlich, nicht danach in der Buchhandlung gegriffen. Gut gelungen hingegen war der Ton der Sprache der jugendlichen Protagonisten, denn so kenne ich es auch ungefähr aus meinem Umfeld. Also ohne überzogende und zumeist unrealistische "Jugendsprache" .

Insgesamt hat mich Singe, fliege, Vöglein, stirb zwar gut unterhalten, aber es fehlte mir das gewisse Etwas, was es besonders gemacht hätte. So bleibt es für mich ein klassischer Jugendthriller, welcher beim genauen Lesen, schnell zu durchschauen war. Dennoch kann ich ihn euch empfehlen, wenn wir etwas leichtes und doch spannendes lesen möchtet.

Wertung
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Danke an den Loewe Verlag für die Unterstützung bei der Blogtour,
sowie an Jess von Schattenwege für die Organisation.

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