Sonntag, 2. August 2015

[Rezi] Niki Glattauer - Mitteilungsheft: Leider hat Lukas...

Klappentext
Lukas ist 13, mitten in der Pubertät und hat schlechte Noten – also alles ganz normal. 
Eltern und Lehrerinnen tragen per Mitteilungsheft heftige Schlachten aus 
und Vater Walter Gruber schreibt sich den Frust in einem Schultagebuch von der Seele. 
Das Ergebnis: Eine hinreißend komische Satire auf die Schule von heute.

Erster Satz
"Sehr geehrte Frau Gruber!"

Gestaltung
"Mitteilungsheft: Leider hat Lukas..." ist als Softcoverausgabe erhältlich,
welche mich ein wenig an ein Schulbuch erinnert, was sicherlich auch so gedacht war.
Bereits auf dem Cover ist der markante Illustrationsstil zu erkennen.
Im Inneren wird der Text immer wieder
durch kleine und große Kugelschreiberzeichnungen unterstützt.
Diese sind mal mehr und mal weniger perfekt, so dass man denken könnte,
dass sie vielleicht sogar eines der Familienmitglieder gemalt haben könnte.
In schriftlichen Dialogen ist immer vorangesetzt zu sehen, wer gerade schreibt,
allerdings im Stile einer Seitenanmerkung, wie in Schulbüchern üblich.
Am Ende des Buches gibt es noch ein Glossar, wo man sein eigenes Schulfachbegriffswissen
auffrischen kann in lustiger Art und Weise.
Insgesamt eine sehr detailverliebte Gestaltung,
welche dem Buch einen gewissen Charme verleiht.

Meine Meinung
"Mitteilungsheft: Leider hat Lukas..." ist eine Geschichte,
welche durch Elternbriefe und Tagebucheinträge erzählt wird und
den typischen, etwas überspitzten, Alltag
von Familien mit schulpflichtigen Kindern darstellen möchte.
 Das klang für mich ganz lustig und spannend,
schließlich studiere ich momentan Lehramt.
Vorweg muss man sagen, dass dieses Buch von einem Österreicher
geschrieben wurde und sich somit auch auf deren Schulsystem,
welches sich doch deutlich vom deutschen unterscheidet, bezieht.
Hierzu sollte man also einige Vorkenntnisse haben um alles zu verstehen
oder am besten Österreicher sein - okay Scherz, aber es hilft.
Dennoch macht es Spaß, dass Buch zu lesen, auch wenn zwischenzeitlich
einige Längen auftreten.
Allerdings ist mir das ganze etwas zu überspitzt und teilweise doch etwas
sehr an den Haaren herbeigezogen in puncto Reaktionen des Vaters.
Gut gefallen jedoch hat mir das lustig gestaltete Glossar am Ende,
wobei auch hier für meinen Geschmack etwas übertrieben wurde.
Leben tut das Buch vorallem durch die witzigen Illustrationen,
daher ist es eher eine Mischung aus Graphic Novel und Buch in meinen Augen.
Trotz der schönen Gestaltung fühlte ich mich eher sehr kurzfristig unterhalten
und habe, wie bereits erwähnt, aufgrund der Überspitzung oft die Augen verdreht.

"Mitteilungsheft: Leider hat Lukas..." ist ein interessant gestaltetes Buch,
welches allerdings, in meinen Augen, eher weniger für ein deutsches Publikum geeignet ist,
während es für die Österreicher sicherlich äußerst lustig sein dürfte.

Wertung
 ____________________________________________________
Einen herzlichen Dank an den Goldmann Verlag
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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