[Rezension] Melissa de la Cruz – Blue Bloods [Blue Bloods]
Bibliographische Angaben
Titel: Blue Bloods | Reihe: Blue Bloods 01 | Autorin: Melissa de la Cruz | ET: 27. März 2006 | ISBN: 978-0786838929 | Verlag: Hyperion
Klappentext
Schuyler Van Alen has never fit in at Duchesne, her prestigious New York City private school. She prefers baggy, vintage clothes to the Prada and pearls worn by her classmates. But when she turns fifteen, Schuyler’s life changes dramatically. The death of a popular schoolmate haunts her in unexpected ways. And strangest of all, Jack Force, the most popular boy in school, is showing a sudden interest in her.
Once an outcast, Schuyler is thrust into Manhattan’s most exclusive social circle. Its members are the powerful, the wealthy and – as Schuyler discovers – the unhuman. They are the Blue Bloods, an ancient group of vampires, and for centuries they’ve been invincible. Now something is preying on this elite group and Schuyler wants to find out the truth. But is she the most vulnerable of them all?
Zitat
„They lived forever, but not as the same person, and not always at the same time. There were only Four Hundred of them at every Cycle.“
– Chapter 20.
Meine Meinung
Ich habe die Blue Bloods Reihe, welche auf Deutsch The Immortals heißt, als junger Teenager entdeckt auf einem Schulausflug. Jedoch wusste ich damals nicht, dass ich gerade dabei war den vierten oder gar fünften Band der Reihe zu kaufen und zu lesen. So trug es sich zu, dass ich die Reihe mittendrin anfing und irgendwann dann erste die ersten Bände las und anscheinend, wie ich erst kürzlich feststellen musste, die Reihe letztendlich nie beendet habe, da ich den letzten Band nicht besitze. Zumindest erinnerte ich mich kürzlich wieder an die Blue Bloods Bücher und beschloss sie diesmal erstens in Originalsprache und zweitens in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Los ging es mit Blue Bloods (deutsch: Tochter der Finsternis).
Auch wenn der Klappentext es anders vermuten lässt, erzählt Melissa de la Cruz die Geschichte der Vampir-Dämonen-Engel-wie-auch-immer-Wesen (es ist kompliziert) im ersten Band aus drei weiblichen Perspektiven: Schuyler Van Alen, Madeleine „Mimi“ Force und Bliss Llewellyn. Schuyler – die in der deutschen Übersetzung übrigens Skyler heißt – kommt aus einer alteingesessenen New Yorker Familie, die allerdings den Großteil ihres Vermögens verloren hat. Sie selbst kann man am Besten als alternativ bis Goth beschreiben, die ein bisschen in das „Not like other girls“ Trope fällt, was mich aber für ein Buch aus dem Jahre 2006 wenig überrascht. Mimi hingegen ist das typische etwas böse It-Girl, welches über alles und jedem steht, aber innerlich doch etwas unsicher scheint. Die letzte im Bunde ist Bliss, die auch ein wenig das Scharnier zwischen den anderen beiden bildet, ist neu an der Schule und einerseits in Mimis Clique und andererseits bandelt sie mit einem von Schuylers Freunden an.
Wie gesagt, Blue Bloods kam bereits 2006 raus, also vor über 20 Jahren, daher will ich gar nicht so harsch über die doch etwas stereotypische Darstellung urteilen und man darf an dieser Stelle auch nicht vergessen, dass die Charaktere größtenteils noch ganz normale Teenager zwischen fünfzehn und achtzehn sind. Daher kann ich voreiliges Handeln ohne Nachzudenken, etwas mehr entschuldigen. Ich bin allerdings gespannt, ob sich die Charaktere verändern werden, je mehr Erinnerungen sie an ihre früheren Leben sie zurückerhalten. Mimi, die am weitesten in diesem Prozess ist, zeigt für mich bereits erste Anzeichen einer Person, die einerseits ein Teenager, aber andererseits eine erfahrene Frau ist.
Melissa de la Cruz‘ Schreibstil liest sich an sich flüssig und unterhaltsam. Was mich jedoch etwas gestört hat, war wie oft die Kleidung der Charaktere beschrieben und wie oft gar bestimmte Marken genannt wurden. Zwar konnte ich mir so sehr gut die desaströse Mode der frühen und mittleren 2000er vorstellen – ich meine, ich habe sie immerhin selbst durchlebt – aber andererseits kam ich mir vor wie in einem Dauerwerbefilm.
Plotmäßig kommt Blue Bloods leider nicht allzu weit. Das Buch fühlt sich eher wie die allererste Folge einer Serie an, in der man als Leser oder Leserin größtenteils die Welt gezeigt und erklärt bekommt um dann den Plot der darauffolgenden Staffel vorzubereiten. Erst nach etwa der Hälfte des Buches finden Schuyler und Bliss raus, was sie eigentlich sind, was man aber als Leser bereits vom Klappentext her wusste. Danach werden dann die Bösewichte langsam eingeführt und erklärt, woraufhin das Buch auf mehreren Cliffhangern endet. An sich ein guter Anfang für eine längere Serie, aber wenn ich mir vorstelle, ich hätte mir das Buch zum Erscheinungsdatum im März 2006 gekauft und hätte dann bis Mai 2007 auf die Fortsetzung warten müssen, ich wäre wohl ziemlich enttäuscht gewesen, wie wenig handfeste Geschichte ich eigentlich nur bekommen habe. Mein Glück ist, dass ich nun sofort Masquerade (deutsch: Hüter des Unheils) lesen und erfahren kann, wie es weitergeht – hoffentlich mit mehr Plot.
Fazit
Blue Bloods von Melissa de la Cruz ist wie eine Pilotfolge einer Fantasyserie: Viel Weltenbau, aber wenig Plot. Trotz teils stereotypischer Charaktere macht die Grundidee Wiedergeburt, Vampire, Dämonen und Engel miteinander zu vermischen Lust auf mehr. Ein solider Start, der aber auf sich allein gestellt nicht über durchschnittlich hinauskommt.
Wertung

Blue Bloods Universum
Blue Bloods / The Immortals Reihe
- Blue Bloods | Tochter der Finsternis
- Masquerade | Hüter des Unheils
- Revelations | Schwester des Dämons
- The Van Alen Legacy | Engel der Dämmerung
- Misguided Angel | Jäger der Schatten
- Bloody Valentine | Gefährtin der Nacht
- Lost in Time | Rivalin der Schicksals
- Gates of Paradise
- Key’s to the Repository
Blue Bloods – Alternative Universe
- After Life
- After Death
Wolf Pact
- Wolf Pact
The New Blue Bloods Coven
- Vampires of Manhattan
- White Nights


