Elias & Laia 01 - Die Herrschaft der Masken von Sabaa Tahir
Allgemein,  Rezensionen

[Rezi] Sabaa Tahir – Die Herrschaft der Masken [Elias & Laia]

Klappentext

Wie überlebt man in einer Welt, in der Männer mit silbernen Masken jeden Tag den Tod bringen können? Wie kann man sich selbst treu bleiben, wenn die Herrschenden des Imperiums alles dafür tun, voller Grausamkeit ein ganzes Volk zu unterjochen? Elias und Laia stehen auf unterschiedlichen Seiten. Und doch sind ihre Wege schicksalhaft miteinander verknüpft.

Während Elias in der berühmten Militärakademie von Schwarzkliff dazu ausgebildet wird, als Elite-Krieger die silberne Maske der Macht voller Stolz und ohne Erbarmen zu tragen, muss Laia täglich die Willkür der Herrschenden fürchten. Als ihre Familie ermordet wird und ihrem Bruder die Hinrichtung droht, schließt sie sich dem Widerstand an. Als Sklavin getarnt, dringt sie in das Innerste von Schwarzkliff vor. Dort trifft sie auf Elias, den jungen Krieger, der eigentlich ihr Feind sein müsste …

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Erster Satz

„Mein großer Bruder kehrte heim in den dunklen Stunden vor der Morgendämmerung, in denen sogar die Geister ruhen.“

Gestaltung

Das Cover zeigt eine mediterran/arabisch wirkende Stadt sowie im oberen Bereich die Augenpartie einer männlichen Person. Ich vermute dies soll Elias sein, sowie die einwachsende Maske. Persönlich habe ich mir diese ganz anders vorgestellt und wüsste ohne das Buch zu kennen auch nicht, was das darstellen soll. Daher gefällt mir das englische Cover etwas besser.

Wenn man das Buch zuerst aufklappt, kann man eine Art Pergamentmuster erkennen, welches sich von der Struktur und Farbe her gut in das Farbkonzept einpasst. Im Inneren ist das Buch in zwei Teile eingeteilt, welche jeweils eigene Titel tragen. Währenddessen tragen die Kapitel keine Titel,
sondern werden in römischen Zahlen durchgezählt, wobei bei jedem Kapitel die Sicht zwischen Laia und Elias wechselt.

Insgesamt gefällt mir die Gestaltung ganz gut, wobei, wie bereits angemerkt, mir das Originalcover einen Tucken mehr zusagt.

Meine Meinung

Die Herrschaft der Masken“ ist mal so ein ganz anderer Fantasyroman. Man spürt deutlich, dass die Autorin ihre Inspiration im nahen und mittleren Osten gefunden hat, wie sie auch zu Beginn des Buches in einem Vorwort erwähnt. Die Geschichte ist aus Sicht von Laia, eine Kundige, und Elias, einer Maske, erzählt, dabei überschneiden sich teilweise ihre Handlungen, andererseits erfährt man aber auch vieles über den Widerstand und die Masken.

Sabaa Tahirs Schreibstil hat etwas an sich, was mich nicht losließ. Ich kann nicht sagen, was genau es ist, aber er fesselte mich an das Buch. Sehr gut gefiel mir auch das Setting, es war mal etwas anderes für Fantasy und ich konnte mich wirklich in die Szenen hineinfühlen. Ich denke allerdings, dass der Geschichte ein etwas geringerer Anteil an Fantasywesen, welche in einigen Szenen auftauchen und auch nur nebensächlich sind, besser getan hätte um die Botschaft dahinter realer transportieren zu können. So bleibt diese doch leider etwas auf der Strecke.

Laia war mir manchmal etwas zu anstrengend, während ich mit Elias ganz gut klar kam, allerdings befürchte ich, dass sich etwas anbahnt, was mir so gar nicht gefällt und ein typisches Jugendbuch-Klischee wäre. Bitte, Sabaa Tahir, bitte nicht.

Insgesamt finde ich, dass dieses Buch nicht nur etwas für Mädchen ist, was der deutsche Reihentitel leider andeutet, sondern auch für Jungs Action dabei ist. Die Nebencharaktere fand ich äußerst interessant und möchte von einigen wirklich noch mehr erfahren, besonders Köchin und Helena zählen dazu. Ich bin froh, dass der Verlag seine Zuspruch für ein zweites Buch gegeben hat, denn das Ende war doch schon sehr offen und ich möchte wirklich wissen, wie es weiter geht.

Fazit

Die Herrschaft der Masken“ ist ein Roman, welcher die erschreckende Realität in einigen Ländern zum Vorbild hat und diese geschickt in eine Fantasy-Welt integriert um den Leser dafür zu sensibilisieren. Ich kann es nur jedem empfehlen, welcher mindestens 14 ist und keine Scheu vor einer teilweise brutalen, aber packenden Geschichte hat.

Wertung

4,5


Einen herzlichen Dank an Bastei Lübbe für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.


„Elias & Laia“-Reihe

  1. Die Herrschaft der Masken
  2. Eine Fackel im Dunkel der Nacht
  3. In den Fängen der Finsternis*
  4. A Sky Beyond The Storm* [ET: 01. Dezember 2020]

Ein Kommentar

  • Ker Stin

    Hey,
    mich hat das deutsche Cover absolut gar nicht angesprochen. Dazu kamen noch die ganzen Aufsteller in den Buchhandlungen und der Titel. Dann habe ich per Zufall das original Cover gesehen und hab gar nicht gemerkt, dass es das gleiche Buch ist, bis ich den Klappentext gelesen habe. Das spricht mich wesentlich mehr an, weil das keine kitschige Liebesschnulze zu zeigen scheint. Jetzt steht es doch auf meiner Wunschliste aber ich muss ich nicht jetzt sofort haben 🙂
    Lg Kerstin

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