Long May She Reign
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[Rezi] Rhiannon Thomas – Long May She Reign

Klappentext

Freya was never meant to be queen. Twenty-third in line to the throne, she never dreamed of a life in the palace, and would much rather research in her laboratory than participate in the intrigues of the court. However, when an extravagant banquet turns deadly and the king and those closest to him are poisoned, Freya suddenly finds herself on the throne.
She may have escaped the massacre, but she is far from safe. The nobles don’t respect her, her councillors want to control her, and with the mystery of who killed the king still unsolved, she knows that a single mistake could cost her the kingdom—and her life.
Freya is determined to survive, and that means uncovering the murderers herself. Until then, she can’t trust anyone. Not her advisers. Not the king’s dashing and enigmatic illegitimate son. Not even her own father, who always wanted the best for her but also wanted more power for himself.
As Freya’s enemies close in and her loyalties are tested, she must decide if she is ready to rule and, if so, how far she is willing to go to keep the crown.

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Zitat

„I wasn’t a fool. I read my history books. I knew how these things ended. The fights over who was the rightful heir, the fate of hapless girls shoved at throne because of tenuous family connections, the overbold young men with dreams of glory. If I claimed my supposed throne, I’d be sticking out my neck for anyone to take a swing. And if I failed to hold the crown…“ – Kapitel 2.

Meine Meinung

Auf „Long May She Reign“ bin ich aufmerksam geworden, da ich zuvor bereits „Wenn Liebe erwacht„, den ersten Band der Ewig-Dilogie, von der selben Autorin gelesen hatte und begeistert von ihrem Weltenbau und Schreibstil war. So fand ich dann „Long May She Reign„, welches ein Einzelband ist. Eine Seltenheit im Jugendfantasybereich, die den Fokus auf den Adel legen.Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, denn ich bin restlos begeistert. Freya ist eine moderne junge Frau, die weiß, was sie will und sich nicht in die von der Gesellschaft von ihr erwarteten Rolle drängen lassen will. Als dreiundzwanzigste in der Thronfolge hat sie nie einen Tag daran verschwendet zu überlegen, was wäre wenn sie Königin bekäme, sondern sich ihrer Leidenschaft der Wissenschaft hingegeben. Doch dann geschieht das Unglaubliche: Am Geburtstag des Königs sterben alle Anwesenden und unter ihnen sind alle zweiundzwanzig Personen, die vor Freya in der Thronfolge stehen. Das wäre ungefähr so, als würde nach Elizabeth II. Lady Sarah Chatto beziehungsweise Lady Margarita Armstrong-Jones (nach der Geburt von Harry und Meghans Kind) die neue Königin von Großbritannien werden.

Ich konnte mich gut in Freya hineinversetzen. Sie ist nicht perfekt und ihre Unsicherheit und zugleich Willensstärke werden von der Autorin wunderbar beschrieben und dargestellt. Wem kann sie vertrauen? Was kann sie tun? War es Mord oder ein Unfall? Wer hat ein Motiv? Etwa der Bastard des Königs?

Nach und nach lernt man auch die Nebenfiguren besser kennen und dennoch vertraut man ihnen nie ganz. Spielen sie ein falsche Spiel oder wollen sie Freya wirklich helfen? Man spürt das Minenfeld in dem sich Freya bewegt und weiß selbst zumeist nicht, wem man nun vertrauen soll. Immer wieder hatte ich Vermutungen und doch war ich mir nie sicher, wie der Fall sich letztendlich auflösen würde. Dieser Fakt war äußerst erfrischend. Zugleich zeigt er, dass ein Jugendfantasyroman sich nicht nur auf eine Liebesgeschichte stützen kann, sondern auch auf einen Kriminalfall und den Kampf sich im Leben zu behaupten. Ganz ohne Liebe geht es zwar (leider) auch nicht, aber sie ist nicht allgegenwärtig sondern spielt eine sehr schwache Nebenrolle und fühlt sich natürlich an.

Der Schreibstil von Rhiannon Thomas war im Englischen sogar noch packender als in der schon sehr guten Übersetzung von „Wenn Liebe erwacht„. Sobald ich angefangen hatte zu lesen, konnte ich den ereader gar nicht mehr weglegen. Eine Stunde Zugfahrt wie im Fluge vorbei. Sehr gut gefallen hat mir, dass in der Geschichte das ewige Fantasyklischee, dass Frauen Männern unterlegen sein müssen, nicht angewendet wurde. Frauen sind hier gleichberechtigt und dienen auch als Soldaten und Garden oder als Beraterinnen und Ministerinnen des Herrschers.

Fazit

Long May She Reign“ bringt frischen Wind in den Prinzessinnen- und Königinnentrend im Jugendfantasybereich. Mit einem Kriminalfall a la Sherlock Holmes und Machtspielchen im Stile von „Game of Thrones“ und „Falling Kingdoms“ kann „Long May She Reign“ vor allem Fans von Adelsfantasy begeistern, die, wie ich, den ewigen Liebesgeschichten überdrüssig sind.

Wertung

5

 

 

 

 


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