Ember Queen (Ash Princess 03) von Laura Sebastian
Allgemein,  Rezensionen

[Rezi] Laura Sebastian – Ember Queen [Ash Princess]

Klappentext

Princess Theodosia was a prisoner in her own country for a decade. Renamed the Ash Princess, she endured relentless abuse and ridicule from the Kaiser and his court. But though she wore a crown of ashes, there is fire in Theo’s blood. As the rightful heir to the Astrean crown, it runs in her veins. And if she learned nothing else from her mother, she learned that a Queen never cowers.

Now free, with a misfit army of rebels to back her, Theo must liberate her enslaved people and face a terrifying new enemy: the new Kaiserin. Imbued with a magic no one understands, the Kaiserin is determined to burn down anyone and everything in her way.

The Kaiserin’s strange power is growing stronger, and with Prinz Søren as her hostage, there is more at stake than ever. Theo must learn to embrace her own power if she has any hope of standing against the girl she once called her heart’s sister.

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Zitat

„Queen of Flame and Fury. It is a hard nickname. A strong one, yes, but brutal as well. For the first time, I understand that, succeed or fail, this will be my legacy.“ – Kapitel 2 „Impasse“

Meine Meinung

Vor zwei Jahren entdeckte ich die Welt von Theodosia und nun kommt ihre Geschichte in „Ember Queen“ zu einem Ende. Nachdem ich „Ash Princess“ geliebt hatte und „Lady Smoke„, für einen zweiten Band ungewöhnlich, „Ash Princess“ sogar noch übertroffen hat, waren meine Erwartungen nicht gerade niedrig an den finalen Band der Reihe.

„Ember Queen“ setzt kurz nach dem Ende von „Lady Smoke“ wieder nahezu nahtlos an. Der Prolog ist nochmal eine kleine Auffrischung, worum es eigentlich geht. Recht schnell sind wir wieder direkt mitten im Geschehen. Cress ist nun herrschende Kaiserin, Søren ihr Gefangener und Theodosia muss ihren Haufen an zusammengewürfelten Rebellen irgendwie zusammenhalten, um eine Chance gegen ihre ehemalige beste Freundin zu haben.

Erneut beweist Laura Sebastian, dass Protagonistinnen nicht nur gut und moralisch einwandfrei handeln müssen. Sie zeigt Theodosias Zweifel, aber auch ihre Entschlossenheit alles zu tun, was nötig ist. Koste es, was es wolle. Es ist selten, dass ich sagen kann, dass ich genauso gehandelt hätte wie eine Protagonistin, aber bei Theodosia wäre ich bei jeder Entscheidung bei ihr gewesen.

Cress ist eine gute Antagonistin. Sie wird genauso wie Theodosia nicht eindimensional dargestellt, sondern hat ihre eigene Agenda und Gefühlswelt, die immer wieder durchscheint. Cress ist nicht böse, weil der Plot es so verlangt, sondern auf einer tieferen Ebene versteht man – oder eher Frau – warum sie so handelt und was sie antreibt. Theodosia verurteilt zwar ihre Taten, zeigt aber auch, dass ihre ehemalige beste und einzige Freundin ihr nicht einfach egal geworden ist.

Einen letzten tieferen Einblick bekommen wir auch bei den Nebencharakteren. Vor allem Artemisia und Heron stachen für mich hervor. Während Art beginnt ihre eigene Sexualität zu hinterfragen, zeigt Heron, dass es nach der Trauer auch wieder Hoffnung geben kann. Artemisia, Erik, Maile, und Heron sind die Charaktere, die die LGBTQ+-Repräsentation in „Ember Queen“ ausmachen. Neben Homo- und Bisexualität, zeigt vor allem Artemisias Geschichte den Weg des Herausfindens, was und für wen man eigentlich etwas fühlt. Vielleicht ist sie asexuell, vielleicht demi oder doch lesbisch? Wir wissen es nicht, denn sie weiß es auch noch nicht. Ich fand es wundervoll auch mal diese Findungsphase im Leben zu beleuchten.

In „Ember Queen“ wird klar, dass Theodosias Kampf um ihren Thron nicht der Kampf einer einzelnen Person ist, sondern die Anstrengung einer ganzen Gruppe braucht. Ohne diese Gruppe, welche mehr und mehr zu einer selbstgewählten Familie wird, wäre all das, was sie bereits geschafft hat, nicht möglich gewesen. Mir gefiel diese Botschaft besonders gut. Oftmals werden die Protagonisten in Fantasyromanen mit der Zeit zu Einzelkämpfern oder zu einem Lover-Duo, dass die Welt alleine in die Knie zwingt. „Ember Queen“ zeigt aber, dass wenn man etwas bewegen möchte, man Verbündete und Freunde braucht, auf die man sich verlassen kann.

Auch wenn von der Autorin bisher nichts in die Richtung gehendes geplant ist, so hoffe ich, dass Laura Sebastian eines Tages in diese von ihr geschaffene Welt zurückkehren wird. Genug zu erzählen gibt es sicherlich noch. Ich zumindest würde gerne noch mehr über die anderen Ländern, aber auch über Astrea und seine Einwohner und Einwohnerinnen erfahren.

Fazit

„Ember Queen“ ist ein würdiges Ende für Theodosias Geschichte. Erneut klebte ich an den Seiten und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Des Weiteren zeigt „Ember Queen“ erneut, dass LGBTQ+ Repräsentation ohne Mühen, und ohne den Mittelpunkt der Geschichte bilden zu müssen, möglich ist.

Wertung

5

 

 

 


„Ash Princess“-Trilogie

  1. Ash Princess
  2. Lady Smoke
  3. Ember Queen [erscheint am 27. Juni 2020 auf Deutsch*]

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