Elbendunkel - Blogtour
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[Blogtour] Elbendunkel – Die Kinder der Macht [+Gewinnspiel]

Herzlich Willkommen zum zweiten Tag unserer Blogtour zu Rena Fischers „Kein Weg zurück“, dem ersten Band der „Elbendunkel“-Reihe. Gestern Abend gab es bereits ein Liveinterview mit der Autorin bei Rainbookworld auf instagram. Heute geht es bei mir weiter und ich erzähle euch ein bisschen was über das Leben der echten Kinder der Macht.

Luz und Niall aus Elbendunkel

Luz und Niall, zwei der Erzähler, sind Kinder von bedeutenden politischen Personen. Während Jago Hernandez als Chef der Elbensicherheitsbehörde sich aktiv gegen die Dunkelelben ausspricht, sitzt Nialls Vater am genau anderen Ende des politischen Spektrums. Obwohl ihre Kinder nichts mit ihrer Politik direkt zu tun haben, so beeinflusst sie doch ihr Leben. Luz zum Beispiel wuchs sehr behütet und bewacht auf. In der Öffentlichkeit ist sie zu ihrem eigenen Schutz so gut wie gar nicht präsent. Es ist beinahe unmöglich ein Bild von ihr zu finden. Niall hingegen erinnert sich an die vielen politischen Freunde und Gäste seiner Eltern. Luz und Niall sind aber nicht allein, nein, auch in unserer Welt gibt es die Kinder der Mächtigen.

Königin Maxima der Niederlande
Königin Máxima der Niederlande, geborene Zorreguieta Cerruti | ©Sebastiaan ter Burg (CC BY 2.0 | Cropped)

Máxima Zorreguieta Cerruti – Tochter eines Diktaturministers

Máxima kennt man heute wohl eher als Königin der Niederlande. Als sie jedoch 10 Jahre alt war, wurde ihr Vater Jorge Zorreguieta der Landwirtschaftsminister Argentiniens unter dem Diktator Jorge Rafael Videla. In wie weit ihr Vater in das Verschwinden von über 30.000 Menschen involviert war, beschäftigt noch immer die Justiz. Die Konsequenz der ungeklärten Frage war, dass er der Hochzeit seiner Tochter mit dem niederländischen Thronfolger nicht beiwohnte. Zuvor hatte er zwar auf Drängen seines künftigen Schwiegersohnes die Herrschaft seines ehemaligen Chefs verurteilt und davon distanziert, aber aus Rücksicht auf die Gefühle blieb er der Hochzeit fern. Auch nur unter diesen Bedingungen stimmte das niederländische Parlament der Ehe Willem-Alexanders mit Máxima zu. Hätte das Parlament abgelehnt und das Paar dennoch geheiratet, hätte Willem-Alexander seinen Anspruch auf den Thron verloren.

The First Kids of the United States of America

Chelsea Clinton, Barbara und Jenna Bush, Sasha und Malia Obama sowie die Trumpkinder. Sie sind die bekannten modernen First Kids of the United States of America. Während Barbara und Jenna Bush bereits volljährig waren als ihr Vater Präsident wurde, traf es Chelsea Clinton, die Obama Schwestern und Baron Trump gerade als ihre Pubertät einsetzte. Oftmals sind diese Kinder Angriffsfläche für die Politik ihrer Eltern. Man kann von Trump halten was man will, aber ein Kind anzugehen, weil er bei einer Amtseinführung gelangweilt wirkt, ist egal wann nie okay. Diese Kinder haben sich dieses Leben nicht ausgesucht und haben nichts mit der Politik ihrer Eltern am Hut. Barbara und Jenna Bush sowie Chelsea Clinton sprachen sich mehrfach dafür aus die Obama Schwestern und Baron Trump genau aus diesen Gründen in Ruhe zu lassen. Vor allem Chelsea selbst muss wissen, wie schlimm die Aufmerksamkeit der Medien ist, wurde sie doch gerade erst 18 während die Clinton-Lewinsky Affäre die Welt beschäftigte.

Claudia Conway angehefteter Tweets
Angehefteter Tweet von Claudia Conway (Stand: 11. August 2020) | Screenshot

Claudia Conway – Die linke Tochter von Trumps Beraterin

Claudia ist die 15-jährige Tochter von Kellyanne Conway, Beraterin von Präsident Trump, und dem Anwalt George Conway. Es ist bereits interessant genug, dass Kellyanne und George unterschiedlicher Ansichten sind, aber Claudia repräsentiert den Unmut der jungen Amerikaner*innen. Auf TikTok und Twitter macht sie ihrem Ärger Luft, was ihren Eltern nicht wirklich passt. So ging der Versuch ihr das Handy wegzunehmen viral. Immer wieder wird sie aufgrund ihres Alters angefeindet und ihr gesagt, dass sie auf ihre Eltern hören soll. Ja, sie ist jung und ja, ich fand ihren Ton auch nicht immer passend, aber ich verstehe wieso sie sich so verhält. Claudia ist eigentlich in einer sehr ähnlichen Ausgangssituation wie Luz. Ein Elternteil ist direkt involviert in einer Politik, die ihr widerstrebt. Wie Claudia handelt, können wir momentan live verfolgen. Was Luz tun wird, das erfahrt ihr in der „Elbendunkel“-Reihe von Rena Fischer.

Es gibt natürlich noch wesentlich mehr Beispiele, aber dies soll nur ein kleiner Einblick sein. Falls ihr noch mehr über die Kinder der Macht erfahren wollt, lege ich euch die Doku „Kinder der Macht – Fluch und Segen berühmter Eltern“ vom ZDF nahe. Zwei weitere historische Töchter der Macht findet ihr auch auf meinem Blog: Margarete von Österreich und Prinzessin Sophie von Bayern, besser bekannt als Erzherzogin Sophie.


Blogtour

10.08. Rainbookworld

11.08. Books on Fire

12.08. Leseraupe

13.08. Jadranka Loves Books

14.08. Lesemagie


Gewinnspiel

Natürlich gibt es auch zu dieser Blogtour noch ein Gewinnspiel. Ihr könnt eine Buchbox zu „Elbendunkel – Kein Weg zurück“ gewinnen. Deren Inhalt könnt ihr euch auf Jadrankas instagram Account ansehen. Alles was ihr für ein Los im Lostopf tun müsst, ist unter meinem Blogbeitrag zu kommentieren und dabei die folgende Frage beantworten:

Stell dir vor ein Elternteil von dir ist ein mächtiger Politiker oder eine mächtige Politikerin, allerdings bist du selbst ganz anderer Meinung. Was würdest du tun? Und warum?

Teilnahmebedingungen

  • Du bist 16 Jahre alt oder hast die Erlaubnis deiner Erziehungsberechtigten.
  • Du bist damit einverstanden, dass deine Daten an die Autorin für den Zweck des Versandes weitergeleitet wird.
  • Eine Barauszahlung des Gewinns sowie der Rechtsweg sind ausgeschlossen.
  • Instagram und Facebook haben nichts mit dem Gewinnspiel zu tun.
  • Das Gewinnspiel endet am 28. August 2018 um 16:29 Uhr (deutscher Zeit).

Nachtrag 31. August 2020:

Gewonnen hat Siraeila. Bitte melde dich bei rainbookworld@gmail.com.

31 Kommentare

  • Aleshanee

    Guten Morgen!

    Über das Buch hab ich schon viel gehört – schön dass mal wieder eine Blogtour stattfindet, sieht man ja zurzeit recht selten … 😉
    Ich hab sie gerne auf meiner Aktionsseite geteilt!

    Liebste Grüße, Aleshanee

    • BooksonFire

      Hallöchen,

      Danke fürs Aufnehmen und es ist auch meine erste Blogtour seit längerem. Eine weitere zur deutschen Übersetzung von „The Priory of the Orange Tree“ soll auch noch diesen Herbst folgen. Aber es stimmt, sie sind etwas rar geworden.

      Liebe Grüße
      Sarah

      • Aleshanee

        Ich finde es ja schade, dass es gar keine „Ankündigungen“ mehr gibt. Ich stolpere immer zufällig über eine der seltenen Touren momentan, so wie jetzt über deinen Beitrag…

        Mit einer Ankündigung wüsste man doch schon etwas früher Bescheid und ich könnte es auch früher posten bzw. eintragen … vor allem da ich oft erst Beiträge sehe, wenn die Tour schon so gut wie rum ist.

        Weißt du warum das nicht mehr gemacht wird? Gibts da Gründe oder wurde da gar nicht drüber geredet?

        • BooksonFire

          Bei uns gab es tatsächlich eine Ankündigung, allerdings erst zwei Tage vorher, da wir bis zum Schluss noch an den Themen und Terminen gepfeilt haben. Die Ankündigung lief aber nur über instagram (und Facebook Stories). Vielleicht schaffen wir es eher für die nächste Tour. Ich werde das mal als Wunsch an die Leitung weiterreichen. Allerdings läuft unser Gewinnspiel diesmal auch 14 Tage, was etwas hilft, wenn man die Tour erst gegen Ende entdeckt. Ich werde vermutlich auch nächste Woche meine Rezension posten, um die Tour nochmal etwas zu pushen, wenn die täglichen Beiträge vorbei sind.

          • Aleshanee

            Facebook Stories sehe ich nie auf Facebook *lach* Und auf instagram bin ich nur sporadisch … da fehlt mir einfach die Zeit.
            Wobei ich es eh etwas schade finde, dass die Blogtouren mittlerweile auf den unterschiedlichen Plattformen laufen, manche haben keine Facebook, manche haben kein Instagram und können dadurch gar nicht alle Beiträge sehen. Aber so ist wohl der Lauf der Zeit ^^
            Ich mochte die Ankündigungen gerne, zum einen weil ich es rechtzeitig eintragen konnte und da hatte man immer alles schön im Überblick mit den Themen und Links.

  • wayland

    Am Essenstisch gäbe es wahrscheinlich hitzige Diskussionen, aber ich würde meinen Eltern nicht im Weg stehen und versuchen, ihre Sicht auf die Dinge zu verstehen. Ich würde aber im Gegenzug natürlich auch meine Sichtweise deutlich machen. In der Öffentlichkeit würde ich auch versuchen mich unsichtbar zu machen und keine Stellung zu beziehen. Wenn die politische Sichtweise meiner Eltern aber ins Extreme rückt und sie z. B. Minderheiten unterdrücken würden o.Ä. dann würde ich auch gegen sie vorgehen und mich von ihnen abgrenzen

  • Jule

    Oh 😅
    Meine Eltern sind zwar nicht in der Politik, aber ich erinnere mich sehr gut daran, dass wir früher sehr hitzige Diskussionen hatten, wenn wir nicht einer Meinung waren, bzw sie der Meinung waren, dass meine doch etwas extrem sei (#kleinerRebell) Ich habe meine Meinung ganz klar (und mit Vorliebe auf Familienfeiern) nach Außen getragen habe (T-shirts, Kleidungsstil allgemein)
    Wäre ich Kind eines Politischen Elternteils, würde ich das ganz genauso tun und mir nicht den Mund verbieten lassen. Ich finde es wichtig, zu seiner Meinung zu stehen – natürlich mit ordentlicher Recherche vorher „Das machen alle so“ lasse ich da nicht gelten – und sich von Meinungen, die man nicht teilt, zu distanzieren.

  • Sindy

    Wäre ein Elternteil von mir ein mächtiger Politiker, würde ich mich aus seiner Arbeit raushalten. Wer in so einer Position ist, weiß schon, was er tut und was richtig ist. Dass es Meinungsverschiedenheiten gibt, davon ist auszugehen, daher würde ich mich gar nicht einmischen.

  • Dee

    Ich würde meinen Eltern klar machen, das ich zwar ihr Kind bin aber nicht ihr Eigentum. Das ich ein Recht habe, meinen Weg zu gehen und sie das zu akzeptieren haben.

  • Carmen

    Bei uns ist niemand in der Politik tätig.
    Jeder hat seine Meinung zu Politik sachen.wir sind da ganz offen für jede Meinung.Respekt zeigen dem gegenüber,ist wichtig.
    Toller Gewinn ,würden uns freuen.danke

  • karin

    Hallo und guten Tag,

    so gerade mal über den Blog von „Weltenwanderer“ diese Blogtour für mich entdeckt.

    Hm, ich denke mir auch als Kind eines Politikers hat Frau/Mann das Recht auf freie Meinungsäußerung ….auch wenn Mama oder Papa eine, andere Meinung dazu haben.

    Vertreten würde ich sie auf alle Fälle z.B. am gemeinsamen Esstisch.
    Ob das auch öffentlich sein muss…kommt auf die Thematik an und wie weit ich mich möglicherweise da selber mit einbringen mag oder gar betroffen bin …möglicherweise Gruppe …angehöre.

    LG..Karin..

  • Sascha S.

    Ich glaube das würde drauf ankommen ob ich mich mit meinen Eltern verstehe oder nicht. Wenn ich mich nicht vestehe, dann würde ich mich klar dagegenstellen.
    Ansonsten eher nicht, denn ich denke Familie ist das wichtigste und da ist sie mir wichtiger als meine Meinung zu vertreten

  • Vanessa

    Ich würde mit Sicherheit meine Meinung vertreten, auch auf das Risiko hin in hitzige Diskussionen zu verfallen 🙂

  • Norbert Wild

    Ich würde keinesfalls gegen meine Eltern in der Öffentlichkeit rebellieren, sondern mich neutral verhalten. Im stillen Kämmerlein würde ich gegenüber meinen Eltern meinen Standpunkt dartun und vertreten. Wären die Aufassungen zu gegensätzlich würde ich vielleicht auswandern, aber nie und nimmer mit meinen Eltern den kontakt abbrechen lassen.

  • Andrea Schön

    Ich wäre meinen Eltern sehr dankbar für Ihr Engagement. Gerade weil ich anderer Meinung bin. Es gäbe doch nichts Gruseligeres, als wenn alle 8 Milliarden Menschen auf der Erde so wären wie ich und genau meine Meinung hätten, uuuhhh…

  • Anne

    Puh, gute Frage, ich denke es würde wie in den meisten Familien einfach mal verbale Streitigkeiten geben. Ich würde mich dann aber eher zurück ziehen und warten das ich 18 werde und ausziehen kann.

  • Karola Dahl

    Ich würde schon gerne meine eigene Meinung frei äussern dürfen, mit den Eltern offen diskutieren unter Einhaltung gewisser Etiketten beiderseits – wir leben dort in einer Welt der freien Meinungsäusserung oder?

  • Katja

    Hallo und vielen Dank für die schöne Blogtour und das tolle Gewinnspiel! Die Reihe interessiert mich wirklich sehr und ich freue mich, dass ich sie über die Blogtour kennengelernt habe.

    Zur Frage: Ich würde auch dann eine eigene Meinung haben und äußern, wenn ein Elternteil eine wichtige politische Position innehätte. Vielleicht würde ich das nicht unbedingt öffentlich machen, aber ganz bestimmt würde ich darüber diskutieren und zu meinen Überzeugungen stehen.

    Liebe Grüße und eine schöne Woche
    Katja

  • Petra Kobs

    Ich würde natürlich versuchen, meine Eltern von meiner Meinung zu überzeugen. In der Öffentlichkeit würde ich mich aber zurückhalten, schließlich ist es ihr Job – mit dem ich offiziell nichts zu tun habe.

  • siraelia

    Das ist eine ganz schwere Frage!
    Ich würde meine Meinung nicht in die Welt hinaustragen, aber bei uns zu Hause sehr deutlich machen, wie ich denke. Allerdings würde ich sowieso versuchen, nicht in der Öffentlichkeit zu stehen. Das ist bei den Personen bei den von Dir gebrachten Beispielen zum Teil auch sehr gut gelungen.

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